Sensorische Integration im Dialog nach Ulla Kiesling

DSC 0563Sensorische Integration ist das Zusammenspiel aller Sinne, es ist das Ordnen von Empfindungen und Reizen, welche der Mensch benötigt, um auf bestimmte Stimuli entsprechend reagieren zu können.
Drei Sinnessysteme – die sog. Basissinne – bilden die Grundlage für das Zusammenspiel aller Sinne. Diese sind das vestibuläre System (Gleichgewichtssystem), das taktile System (System der Haut) und das propriozeptive System (System der Tiefenwahrnehmung). Diese nah vom Körper erzeugten und wahrgenommenen Sinnesreize werden als Nahsinne bezeichnet.

DSC 0897Reize die aus der Ferne empfangen werden, wie Sehen, Schmecken, Hören oder Riechen werden als Fernsinne bezeichnet.
Der Muskeltonus (= Muskelspannung) wird durch das Zusammenspiel aller Sinne reguliert. Die Nahsinne und die Fernsinne sind so eng miteinander verbunden, dass immer alle Systeme gleichzeitig arbeiten. Deshalb ist es so wichtig, einzelne Sinnessysteme zu stimulieren und den anderen geringe Herausforderungen zu geben.
Störungen der Basissinne zeigen sich durch eine Über- oder Unterempfindlichkeit bei der Reizaufnahme oder der Reizverarbeitung und der Reaktion.

dsc 0846Die These von Jean Ayres lautet „Etwas, das man nicht kann, kann man nicht üben“.
Dies soll bedeuten, dass man nicht an den Defiziten arbeitet, sondern über das Können des Kindes einsteigt, da man über das Können auch die Defizite erreicht.

Am Pferderücken erhält das Kind vom Pferd zur gleichen Zeit Reize über alle 3 Basissinne. 
Für jedes Kind erarbeite ich einen individuellen Förderplan mit ständiger Reflexion. Auch der Austausch mit Eltern, Kindergartenpädagogen/Lehrern und anderen Therapeuten ist Bestandteil des Konzepts. 

Quelle: Sensorische Integration im Dialog
Verstehen lernen und helfen, ins Gleichgewicht zu kommen
Ulla Kiesling, 8., durchges.Aufl. 2010

 

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